Man nehme zwei Würfel und eine Runde lustiger, trinkbereiter Menschen, die auch ordentlich was verputzen können. Dann geht`s los. Es wird reihum zunächst mit einem Würfel gewürfelt. Diese erste Runde ist die Auswahl-Runde. Jeder, der in dieser Runde das Glück hat eine 3 zu würfeln, hat ab jetzt die "Krätze". Die Runde wird mit einem Würfel zu Ende gewürfelt. Ist man wieder beim ersten der gewürfelt hat angekommen, so kann das eigentliche Spiel beginnen und man beginnt mit zwei Würfeln zu würfeln. Ist in der Auswahl-Runde jedoch keine 3 erwürfelt worden, so beginnt eine weitere Auswahlrunde, bis eine Runde wenigstens eine 3 erbracht hat, also wenigstens einer die "Krätze" hat. Hat jemand die 3, geht es also los. Man beginnt mit zwei Würfeln zu würfeln. Bei jeder 3 die fällt, muß derjenige, der die "Krätze" hat, ein halbes Glas Bier trinken. Das heißt, wenn zwei 3en fallen müßte er ein ganzes Glas trinken. Ergeben die Augen auf den Würfeln zusammen gezählt eine 7, so trinkt der linke Nachbar des Würfelnden ein halbes Glas. Ergeben die Augen eine 8, so trinkt derjenige, der gewürfelt hat ein halbes Glas. Wurde eine 9 erzielt, so trinkt der Nachbar rechts vom Würfelnden ein halbes. Wirft der Würfelnde ein Pasch, so kann er sich aus der besoffenen Schar einen aussuchen, der zu wenig trinkt oder der kurz vorm Komaland ist, den er zum trinken nominiert. Auf diese Weise kann der Würfelnde denjenigen, der die Krätze hat, in Extremsituationen auch für eineinhalb Gläser Bier bestimmen, nämlich wenn zwei 3en fallen (ganzes Glas) und er denjenigen noch zusätzlich nominiert! Derjenige, der würfelt, wird durch seinen Nebenmann erst im würfeln abgelöst, wenn er keinen "Trumpf" mehr geworfen hat. Will heißen: Solange der Würfelnde eine Zahl erwürfelt, die irgendjemanden zum saufen bringt, würfelt er weiter! Erst wenn er zum Beispiel eine 5 und eine 6 würfelt, was ja weder ein Pasch, noch eine 3, noch eine7,8 oder 9 ist, gehen die Würfel weiter an den nächsten. Gnade für Besoffene gewährt dieses Spiel nicht. Wenn jemand so zu ist, daß er die Würfel vom Tisch oder halt der Würfelunterlage katapultiert weil er schon sämtliche motorischen Fähigkeiten zu verlieren droht, muß er dafür bezahlen in Form von einem ganzen Glas. Die "Krätze" hat ein Mitsäufer genau eine Runde lang, danach wird neu gewürfelt mit einem Würfel, es wird neu bestimmt, wer die "Krätze" hat. Derjenige, der die "Krätze" hat, würfelt auch mit, kann sich also auch selbst ins Unglück/Glück stürzen. Während einer laufenden Runde ist ein Aussteigen nicht möglich, das ist jedem Säufer vor der Runde klar und das wird auch eingehalten. Als Maßeinheit dienten hier Kölschgläser, wir haben das Spiel aber auch schon mit Korn, Wein und anderem gespielt. Zu wenig trinkt man ohnehin bei diesem Spiel nicht...Ich bin sicher, ihr werdet noch eine Menge Spaß haben mit diesem Spiel, man kann damit ganz erstaunliche Ergebnisse in kürzester Zeit erzielen, denn gerade jetzt im Sommer gilt: Voll werde dunkel wird! Wer kriecht, stolpert nicht!
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