Negern

NEGERN

Negern ist ein Kartenspiel. Ich denke, man kann es auch ohne saufen spielen, aber dann macht es nicht mehr ganz soviel Spaß. Wie bei allen Kartenspielen geht es darum, zu gewinnen. Das sollte man tun, falls man nicht trinken möchte, man kann aber natürlich auch verlieren (wenn man durstig ist. )
Für das Spiel braucht man folgendes: ein Kartenspiel (32 Karten), ein Glas, mindestens drei Spieler (es geht auch mit zwei, ist dann aber nur noch saufen.), etwas zum Trinken (nicht zuviele Umdrehungen.)
Nun geht es los. Die Karten werden gemischt und verteilt. Jeder bekommt die gleiche Anzahl an Karten, die restlichen werden verdeckt auf den Tisch gelegt. Wenn man nur zu zweit spielt, werden drei Stapel gelegt. Die Karten werden komplett aufgeteilt (zwei Stapel mit 11 und einer mit 10 Karten) und die beiden Trinker nehmen sich dann die beiden Stapel mit 11 Karten. Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Die Person, die links neben dem Kartengeber sitzt (davon geh ich mal aus) beginnt also die Runde.
Nun guckt sich jeder erstmal sein Blatt an und sortiert gegebenenfalls. Wenn man sich nun sicher ist, daß man mit dem Blatt, das man auf der Hand hat, gewinnnt (oder zumindest nicht letzter wird), gibt man das den anderen Spielern in der Runde mit einem lautstarken "Oma-Blatt!"-Ruf kund. "Oma-Blatt" zu haben und damit nicht zu gewinnen ist eine heikle Sache, wie wir nachher noch feststellen werden.
Spielablauf: Der erste Spieler legt eine Karte. Der nächste Spieler versucht diese dann zu überbieten mit einer höheren Karte. Die Farbe spielt dabei keine Rolle. Die 7 ist die niedrigste Karte, das As die höchste. Darum ist das As auch der Trumpf in dem Spiel. Legt man ein As, müssen alle anderen Spieler passen, weil sie keine höhere Karte haben, und man kann nochmal legen.
Man kann auch Paare legen, z.B. zwei Achten. Der nächste muss diese dann mit einem höheren Paar überbieten. Das gilt auch für Asse! Kann er dies nicht, so muss er passen. Wichtig: Wenn alle passen, ist der Leger der letzten Karte wieder neu am Zug. Dieser braucht seine eigenen Karten aber nicht zu überbieten, sondern darf neu anfangen. Hat der Kartenleger aber gerade seine letzte Karte abgegeben, ist nachdem alle gepasst haben der logische Nachfolger der, der links neben ihm sitzt.
Der letzte, der noch Karten hat, verliert. Das trinken geht dann folgendermaßen vor: Man trinkt eine Einheit weil man verloren hat PLUS die Anzahl der gestellten "Oma-Blätter". Die Einheiten sollten vorher abgemacht sein. Hatte man selbst "Oma-Blatt", trinkt man eine Einheit, weil man verloren hat PLUS die doppelte Anzahl an "Oma-Blätern" (das eigene mitgezählt). Bei fünf Spielern sind das, wenn alle "Oma-Blatt" hatten und man verliert 11 Einheiten, die auf einen zukommen. Deshalb nicht soviele Prozente.
Eigentlich soll man ja exen, aber bei großen Mengen ist es normal, wenn man ein Ultimatum zum trinken setzt, z.B. "Innerhalb der nächsten zwei Runden muss das getrunken sein." Das Spiel lebt aber eigentlich von den Anträgen. Anträge können zu allem Schrott gestellt werden.

Einige Beispiele für Anträge:
jemand rülpst
jemand mischt zu lange
jemand pult sich an den "Bällen"
ein Spieler hat ein Superblatt und hat nicht "Oma-Blatt" gesagt
Man kann egal wann einen Antrag stellen, man braucht nur eine Mehrheit (nicht 50%!!). Wird der Antrag abgelehnt, muss der, der ihn gestellt hat, trinken. Wenn man nur zu zweit spielt, haben Anträge keinen Sinn, weil man nie über 50% zusammenbekommt.
Anträge werden folgendermaßen gestellt: "Ich beantrage, daß Hans einen trinken muss, weil er gerülpst hat." Nun auf genügend Stimmen hoffen. Variante: Man kann auch andere Sachen beantragen. Zum Beispiel: "Ich beantrage, daß Hans sich nackt ausziehen muss, weil er sabbert." Geht dieser Antrag in die Hose muss man sich selbst ausziehen. (heikel!)


 

Mensch ärgere dich nicht
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